Cannabis wird oft als „leichte Droge“ betrachtet und seine Konsumgewohnheiten sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Doch was viele nicht wissen: Intensiver und regelmäßiger Konsum kann zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen.
Der Cannabis Entzug ist für Betroffene eine Herausforderung, da er oft mit Cannabis Entzugserscheinungen und vielfältigen Symptomen einhergeht. In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du über den Entzug wissen musst – von den Ursachen über die Symptome bis hin zu effektiven Tipps zur Bewältigung.

Warum verursacht Cannabis Entzug Symptome?
Cannabis wirkt auf das Endocannabinoid-System im menschlichen Körper. Dieses System beeinflusst zahlreiche Funktionen wie Schlaf, Stimmung, Schmerzempfinden und Appetit. Der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) dockt an die Rezeptoren dieses Systems an und verändert dessen Funktionsweise. Bei regelmäßigem Konsum passt sich das Gehirn an diese künstlich erhöhte Aktivierung an und reduziert die natürliche Produktion von Endocannabinoiden.
Wird der Konsum abrupt beendet, gerät dieses Gleichgewicht ins Wanken. Der Körper braucht Zeit, um seine eigene Produktion wieder hochzufahren. Dieser Übergang kann zu den bekannten Cannabis Entzugserscheinungen führen.
Typische Symptome des Cannabis Entzugs
Die Symptome eines Cannabis Entzugs können körperlicher, emotionaler und psychologischer Natur sein. Nicht jeder Betroffene erlebt alle Symptome, aber die häufigsten sind:
Körperliche Symptome
- Schlafstörungen: Ein gestörter Schlafrhythmus, Schwierigkeiten beim Einschlafen oder häufiges Aufwachen. Manche Betroffene berichten auch von lebhaften oder unangenehmen Träumen.
- Kopfschmerzen: Oft treten Spannungskopfschmerzen auf, die einige Tage anhalten können.
- Schweißausbrüche: Besonders in der Nacht kann es zu starkem Schwitzen kommen.
- Appetitlosigkeit oder Heißhunger: Einige Menschen verlieren den Appetit, während andere unkontrollierte Essgelüste verspüren.
- Müdigkeit und Energielosigkeit: Der Körper braucht Zeit, um sich zu regenerieren, was sich in einem allgemeinen Erschöpfungsgefühl äußern kann.
Psychische Symptome
- Reizbarkeit und Nervosität: Viele Betroffene fühlen sich schnell gereizt oder nervös.
- Stimmungsschwankungen: Von Traurigkeit über Angst bis hin zu Frustration – die emotionale Stabilität kann vorübergehend beeinträchtigt sein.
- Konzentrationsprobleme: Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu fokussieren, sind ebenfalls ein häufiges Symptom.
Psychosoziale Auswirkungen
- Isolation: Manche Menschen ziehen sich zurück, da sie sich mit ihrer Situation überfordert fühlen.
- Cravings: Das starke Verlangen nach Cannabis kann besonders in den ersten Tagen auftreten.

Wie lange dauern Cannabis Entzugserscheinungen?
Die Dauer der Cannabis Entzug Symptome variiert je nach Person, Konsummuster und individuellen Faktoren. Ein typischer Verlauf sieht wie folgt aus:
- Erste Phase (1-3 Tage nach dem Absetzen):
- Symptome wie Schlafstörungen, Gereiztheit und Appetitverlust beginnen meist innerhalb von 24-72 Stunden nach dem letzten Konsum.
- Die psychischen Beschwerden sind in dieser Phase oft am stärksten.
- Höhepunkt der Entzugserscheinungen (3-7 Tage):
- In dieser Phase erreichen die Symptome ihren Höhepunkt. Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen sind oft besonders ausgeprägt.
- Körperliche Symptome wie Kopfschmerzen und Schwitzen können ebenfalls auftreten.
- Abklingen der Symptome (2-4 Wochen):
- Nach der ersten Woche nehmen die Symptome langsam ab. Viele Betroffene berichten jedoch, dass es einige Wochen dauert, bis sich Schlaf und Stimmung vollständig normalisiert haben.
- Langfristige Anpassung:
- Einige Betroffene verspüren noch Wochen oder Monate nach dem Entzug gelegentliche Cravings oder leichte emotionale Schwankungen. Dies ist jedoch seltener und meist weniger belastend.
Welche Faktoren beeinflussen die Stärke der Entzugserscheinungen?
Nicht jeder Mensch erlebt die gleichen Symptome oder dieselbe Intensität. Die Stärke der Cannabis Entzugserscheinungen hängt von mehreren Faktoren ab:
- Dauer und Häufigkeit des Konsums: Je länger und häufiger konsumiert wurde, desto ausgeprägter können die Symptome sein.
- Individuelle Empfindlichkeit: Manche Menschen reagieren empfindlicher auf den Entzug als andere.
- Konsumform: Der Konsum von hochkonzentrierten Cannabis-Produkten (z. B. THC-Öle) kann stärkere Entzugserscheinungen verursachen.
- Psychische Verfassung: Vorbestehende psychische Belastungen wie Angststörungen oder Depressionen können die Symptome verstärken.
Strategien zur Bewältigung des Cannabis Entzugs
Ein Cannabis Entzug kann herausfordernd sein, aber es gibt viele Möglichkeiten, ihn erfolgreich zu bewältigen. Hier sind einige hilfreiche Strategien:
- Professionelle Unterstützung:
Eine Suchtberatung oder ein Therapieprogramm, wie sie bei CSC Prävention angeboten werden, können Dir helfen, den Entzug zu meistern. Professionelle Hilfe reduziert das Rückfallrisiko erheblich. - Tägliche Routinen:
Eine strukturierte Tagesplanung mit festen Zeiten für Schlaf, Essen und Bewegung hilft, den Alltag zu stabilisieren. - Sport und Bewegung:
Regelmäßige Bewegung fördert die Ausschüttung von Endorphinen, die das Wohlbefinden steigern und Cravings reduzieren. - Gesunde Ernährung:
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt den Körper bei der Regeneration. Frisches Obst, Gemüse und ausreichend Flüssigkeit sind besonders wichtig. - Entspannungstechniken:
Methoden wie Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung helfen, Stress und Unruhe zu lindern. - Unterstützung durch Freunde und Familie:
Sprich mit Deinem sozialen Umfeld über Deine Situation. Eine starke soziale Unterstützung ist oft entscheidend für den Erfolg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Kann Cannabis wirklich eine körperliche Abhängigkeit verursachen?
Ja, besonders bei intensivem und regelmäßigem Konsum kann es zu körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen kommen.
2. Kann ich den Cannabis Entzug allein schaffen?
Das ist möglich, aber professionelle Unterstützung erhöht die Erfolgschancen und hilft, Rückfälle zu vermeiden.
3. Was mache ich, wenn die Symptome zu stark werden?
Wenn die Entzugserscheinungen Dich überwältigen, wende Dich an eine Suchtberatungsstelle oder einen spezialisierten Therapeuten.
4. Kann ich Cannabis Entzug vorbeugen?
Die beste Vorbeugung ist ein kontrollierter und bewusster Umgang mit Cannabis, ohne regelmäßigen Konsum.